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Wissensarbeiter verbringen einen großen Teil ihres Tages mit organisatorischen Tätigkeiten: Anfragen sortieren, Status-Updates schreiben und nachfragen, ob eine Aufgabe inzwischen erledigt wurde. Laut dem Asana-Bericht „KI am Arbeitsplatz – Stand 2025“ entfallen darauf 55 % ihrer Arbeitszeit. KI kann helfen, diesen Aufwand zu reduzieren, wenn sie in passende Abläufe eingebunden wird.

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Entscheidend ist, wie Sie KI im Arbeitsalltag nutzen. Einzelne Tools können Texte zusammenfassen oder Antworten entwerfen. Damit daraus eine spürbare Entlastung entsteht, müssen die Ergebnisse jedoch dort ankommen, wo Ihr Team Aufgaben bearbeitet, Zuständigkeiten festlegt und Fortschritte verfolgt.

In diesem Leitfaden erfahren Sie, welche alltäglichen Aufgaben sich für KI eignen, wie Sie diese miteinander verbinden und worauf Sie bei der Auswahl eines Tools achten sollten.

Erstellen Sie eine Vorlage für eine wöchentliche To-do-Liste

Was bedeutet KI im Arbeitsalltag?

KI im Arbeitsalltag einzusetzen bedeutet, wiederkehrende Arbeitsschritte gezielt durch künstliche Intelligenz unterstützen zu lassen. Dazu gehören beispielsweise das Kategorisieren von Nachrichten, das Zusammenfassen von Besprechungen und das Vorbereiten von Aufgaben oder Berichten.

Statt Ihren Posteingang vollständig selbst zu sortieren, lassen Sie Nachrichten nach festgelegten Kriterien einordnen. Statt ein Meeting-Transkript erneut durchzulesen, erhalten Sie einen Entwurf der besprochenen Aktionspunkte. Ein Status-Update kann auf Grundlage vorhandener Aufgabendaten vorbereitet werden.

Welche Schritte automatisch ausgeführt werden, hängt vom Tool, den verfügbaren Informationen und der Einrichtung ab. Wichtig ist deshalb, klare Grenzen festzulegen: Welche Ergebnisse müssen geprüft werden? Wer darf Änderungen genehmigen? Wann soll die KI eine Aufgabe zur weiteren Bearbeitung an einen Menschen übergeben?

So gewinnen Sie Zeit für Entscheidungen und Aufgaben, bei denen Erfahrung, Fachwissen und persönlicher Austausch gefragt sind.

Fünf alltägliche Aufgaben, bei denen KI unterstützen kann

Die folgenden Einsatzbereiche bieten einen praktischen Einstieg. Die Beispiele zeigen mögliche Abläufe, die Sie an Ihre Tools und Anforderungen anpassen können.

1. E-Mails sortieren und Antworten vorbereiten

KI kann eingehende Nachrichten nach Thema oder Dringlichkeit einordnen und Antwortentwürfe vorbereiten. Wenn Sie bisher beispielsweise 45 Minuten mit dem Sortieren Ihres Posteingangs verbringen, lohnt es sich zu prüfen, welche dieser Schritte automatisiert werden können.

Definieren Sie dafür konkrete Kriterien: Welche Nachrichten benötigen eine Entscheidung? Welche dienen nur zur Information? Welche müssen noch am selben Tag beantwortet werden?

So kann das in der Praxis aussehen:

Ein KI-Assistent prüft eingehende Nachrichten, bereitet Antworten auf wiederkehrende Status- oder Terminfragen vor und kennzeichnet Anfragen, die Ihre Entscheidung erfordern. Sie prüfen die Entwürfe und geben sie bei Bedarf frei.

2. Termine und Kalender koordinieren

Ein KI-Planungsassistent kann je nach Anwendung freie Zeitfenster ermitteln und Termine unter Berücksichtigung von Zeitzonen, bestehenden Verpflichtungen und Fokuszeiten vorschlagen. Manche Tools unterstützen außerdem die automatische Anpassung von Zeitblöcken.

Wenn Sie einen KI-Kalender einsetzen möchten, prüfen Sie deshalb zunächst, welche Kalender er berücksichtigen kann und welche Änderungen er selbstständig vornehmen darf.

So kann das in der Praxis aussehen:

Sie reservieren den Dienstagvormittag für konzentriertes Arbeiten. Ihr Planungstool schlägt für nicht dringende Meetings andere Zeitfenster vor. Eine eingerichtete Automatisierung erinnert Sie 24 Stunden vor dem wöchentlichen Stakeholder-Meeting an die Vorbereitung und ergänzt die entsprechende Aufgabe in Ihrer To-do-Liste.

3. Meeting-Notizen auswerten und Aktionspunkte erfassen

Besprechungsnotizen werden besonders nützlich, wenn Entscheidungen und nächste Schritte daraus hervorgehen. KI kann ein Transkript zusammenfassen und Vorschläge dafür erstellen, wer welche Aufgabe bis wann übernehmen soll.

Prüfen Sie dabei insbesondere Zuständigkeiten und Fristen. Nicht jede Aussage im Gespräch ist bereits eine verbindliche Zusage.

So kann das in der Praxis aussehen:

Nach einem 45-minütigen Projekt-Kick-off schlägt die KI fünf Aktionspunkte vor. Zu jedem Eintrag ergänzt sie die im Gespräch genannten Verantwortlichen und gegebenenfalls einen Terminvorschlag. Nach Ihrer Prüfung werden daraus Aufgaben im gemeinsamen Projekt.

4. Die To-do-Liste priorisieren

Eine lange Aufgabenliste zeigt, was zu erledigen ist. Sie macht jedoch nicht immer deutlich, womit Sie beginnen sollten. KI kann helfen, Aufgaben anhand von Fristen, Abhängigkeiten und Projektprioritäten zu ordnen.

Das ist besonders hilfreich, wenn mehrere dringende Anfragen gleichzeitig eingehen oder andere Teammitglieder auf Ihre Arbeit warten.

So kann das in der Praxis aussehen:

Am Morgen erhalten Sie einen Vorschlag für Ihre drei wichtigsten Aufgaben. Die Auswahl berücksichtigt anstehende Fristen, überfällige Einträge und Aufgaben, die die Arbeit anderer blockieren. Sie prüfen die Reihenfolge und passen sie an Ihre tatsächlichen Prioritäten an.

5. Status-Updates und Erinnerungen vorbereiten

Status-Updates lassen sich leichter erstellen, wenn die zugrunde liegenden Aufgaben aktuell sind. KI kann Informationen aus einem Projekt zusammenfassen, offene Punkte hervorheben und einen Berichtsentwurf vorbereiten.

Erinnerungen und Eskalationen können zusätzlich über festgelegte Automatisierungen gesteuert werden. So ist nachvollziehbar, wann eine Benachrichtigung versendet wird und wer darauf reagieren soll.

So kann das in der Praxis aussehen:

Zwei von fünf Aufgaben auf einer Checkliste zur Produkteinführung sind überfällig. Ein eingerichteter Workflow erinnert die zuständigen Personen daran, ihren Status zu aktualisieren. Die KI bereitet daraus ein Status-Update für die Projektleitung vor und kennzeichnet die betroffenen Termine zur Prüfung.

Warum isolierte KI-Tools zusätzlichen Aufwand verursachen können

Vielleicht nutzen Sie bereits drei oder vier KI-Tools. Eines fasst Besprechungen zusammen, ein anderes entwirft Antworten und ein drittes hilft bei der Planung. Trotzdem müssen Sie Ergebnisse möglicherweise weiterhin selbst übertragen und nachverfolgen.

Eine Zusammenfassung entsteht in einer App, die Aufgabe wird in einer anderen angelegt und das Team anschließend über Slack informiert. Später müssen Sie an einer weiteren Stelle prüfen, ob die Arbeit erledigt wurde. Jeder einzelne Schritt funktioniert, aber die Koordination bleibt bei Ihnen.

Deshalb sollten Sie bei der Einführung von KI nicht nur auf die Qualität einzelner Ergebnisse achten. Ebenso wichtig ist, wie diese Ergebnisse in den nächsten Arbeitsschritt übergehen.

Asana nennt für den Einsatz seiner Plattform einen Rückgang des wöchentlichen Zeitaufwands für administrative Aufgaben, E-Mails und Informationssuche von 21,4 auf 13,9 Stunden – rund 35 %. Diese Angabe bezieht sich auf den breiteren Einsatz der Plattform und lässt sich nicht allein auf KI zurückführen.

Für die Praxis bedeutet das: KI für alltägliche Aufgaben ist besonders hilfreich, wenn Ergebnisse direkt mit Aufgaben, Verantwortlichen, Fristen und dem Bearbeitungsstand verknüpft werden. So muss Ihr Team weniger Informationen zwischen verschiedenen Systemen übertragen.

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KI im Arbeitsalltag nutzen: Eine Anleitung in fünf Schritten

Beginnen Sie mit einem überschaubaren Ablauf, den Ihr Team regelmäßig durchführt. Legen Sie fest, welche Informationen benötigt werden, welche Schritte automatisiert werden können und wo eine Prüfung erforderlich bleibt.

Schritt 1: Eingehende Informationen zusammenführen

Aufgaben entstehen in E-Mails, Slack-Nachrichten, Besprechungen und persönlichen Gesprächen. Bestimmen Sie zunächst, wie diese Informationen in Ihren gemeinsamen Arbeitsbereich gelangen.

Verbinden Sie dafür die relevanten Anwendungen oder legen Sie einen einheitlichen Erfassungsprozess fest. Entscheidungen aus einem persönlichen Gespräch müssen beispielsweise zuerst dokumentiert werden, bevor eine KI sie berücksichtigen kann.

Asana Dash kann Informationen und Entscheidungen aus verbundenen Anwendungen wie E-Mail, Slack und Meetings mit der Projektarbeit verknüpfen. So lassen sich offene Punkte und nächste Schritte leichter erkennen.

Schritt 2: Aufgabenentwürfe erstellen und priorisieren lassen

Lassen Sie die KI aus den erfassten Informationen Aufgabenbeschreibungen und Vorschläge für nächste Schritte erstellen. Zusammengehörige Einträge können anschließend gebündelt und nach Fristen oder Abhängigkeiten geordnet werden.

So wird aus einer ungeordneten Sammlung eine strukturierte KI-To-do-Liste.

Prüfen Sie, ob die Aufgaben vollständig beschrieben sind und die vorgeschlagene Reihenfolge sinnvoll ist. Ihr Team sollte erkennen können, warum eine Aufgabe wichtig ist und welche Informationen noch fehlen.

Schritt 3: Zuständigkeiten und Fälligkeitsdaten festlegen

Jede Aufgabe benötigt eine verantwortliche Person und, soweit erforderlich, einen Termin. Sind diese Angaben in einer Nachricht oder einem Briefing enthalten, kann die KI sie übernehmen oder als Vorschlag ergänzen.

Fehlen eindeutige Informationen, sollte der Eintrag zur Klärung gekennzeichnet werden. So vermeiden Sie, dass aus einer Vermutung eine scheinbar verbindliche Zuweisung wird.

Ein KI-gestütztes Aufgabenmanagement verbindet die Aufgabenentwürfe mit einem gemeinsamen Plan. Dort können Beteiligte Zuständigkeiten, Fristen und Fortschritte nachvollziehen.

Schritt 4: Wiederkehrende Schritte automatisieren

Viele Abläufe folgen einem ähnlichen Muster: die wöchentliche Teamzusammenfassung, eine Erinnerung an offene Zeiterfassungen oder die Weiterleitung einer vollständig ausgefüllten Anfrage.

Legen Sie für solche Schritte Auslöser, Bedingungen und Aktionen fest. Bestimmen Sie beispielsweise, wann eine Erinnerung versendet oder eine Aufgabe einer anderen Person zugewiesen wird. Für Inhalte oder Entscheidungen, die eine Prüfung erfordern, bleibt ein Genehmigungsschritt bestehen.

Weitere Hinweise zur Auswahl geeigneter Abläufe finden Sie im Leitfaden zur Automatisierung sich wiederholender Aufgaben.

Schritt 5: Fortschritte in einer gemeinsamen Ansicht verfolgen

Führen Sie Aufgaben und Bearbeitungsstände in einer Ansicht zusammen, auf die alle Beteiligten zugreifen können. So sehen Sie, was abgeschlossen, überfällig oder blockiert ist.

Diese Übersicht sollte während der Arbeit aktualisiert werden. Legen Sie fest, welche Änderungen automatisch übernommen werden und welche Angaben das Team selbst pflegt.

Dadurch werden KI-Ergebnisse Teil eines nachvollziehbaren Ablaufs. Die Beteiligten erkennen, welche Schritte bereits erledigt sind und wo noch Unterstützung benötigt wird.

So unterstützt Asana das KI-gestützte Aufgabenmanagement

Asana verbindet die Vorbereitung von Aufgaben, die Zusammenarbeit im Team und die Automatisierung wiederkehrender Schritte in einem gemeinsamen Arbeitsbereich.

Asana Dash unterstützt den Überblick und die Priorisierung. Es nutzt den verfügbaren Kontext aus Projekten und verbundenen Anwendungen, um relevante Änderungen, ausstehende Entscheidungen und blockierte Aufgaben sichtbar zu machen. So können Sie Ihren Tag mit einem besseren Überblick beginnen.

AI Teammates übernehmen definierte Arbeitsschritte. Sie können Aufgaben zugewiesen bekommen und beispielsweise Anfragen bearbeiten, Entwürfe vorbereiten oder Informationen zusammenfassen. Dabei arbeiten sie innerhalb ihrer festgelegten Berechtigungen und mit dem Kontext, auf den sie Zugriff haben.

AI Studio unterstützt KI-gestützte Workflows ohne Programmierkenntnisse. Sie definieren, wodurch ein Ablauf gestartet wird, welche Informationen verarbeitet werden und welche Aktionen folgen. So können Sie KI-Schritte mit Aufgaben, Zuständigkeiten und Genehmigungen verbinden.

Wie viel wiederkehrende Abläufe ausmachen können, zeigt Montblanc: Das Unternehmen berichtet von über 4.200 Automatisierungen innerhalb eines Jahres und geschätzten 25 eingesparten Stunden pro Monat durch Automatisierungen und Status-Updates. Das Beispiel beschreibt die Nutzung von Asana-Automatisierungen allgemein.

Der Work Graph verbindet Aufgaben, Projekte, Ziele und Personen. Diese Zusammenhänge liefern der KI Kontext zu Ihrer Arbeit. Dadurch können Vorschläge und Aktionen auf vorhandene Projektinformationen abgestimmt werden.

Mehr über die Funktionen erfahren Sie auf der Produktseite zu Asana AI.

So wählen Sie ein KI-Tool für alltägliche Aufgaben aus

Vergleichen Sie Tools anhand der Aufgaben, die Sie tatsächlich vereinfachen möchten. Für den Einsatz von KI im Arbeitsalltag sind insbesondere vier Kriterien hilfreich.

Anbindung an Ihre bestehenden Tools

Prüfen Sie, ob sich das Tool mit Ihren E-Mail-, Kalender- und Kommunikationsanwendungen verbinden lässt. Wichtig ist auch, wie Ergebnisse in Ihre Aufgabenverwaltung gelangen.

Eine gute Integration reduziert die Zahl der Informationen, die Sie manuell kopieren müssen, und hält den Zusammenhang zwischen Anfrage, Aufgabe und Ergebnis fest.

Zuweisung und Nachverfolgung

Achten Sie darauf, was nach einem KI-Ergebnis passiert. Lässt sich aus einem Entwurf direkt eine Aufgabe erstellen? Können Sie eine verantwortliche Person, eine Frist und einen Bearbeitungsstatus hinterlegen? Sind Erinnerungen und Genehmigungen möglich?

Allgemeine KI-Assistenten wie ChatGPT, Copilot oder Gemini können bei Entwürfen und Zusammenfassungen helfen. Welche zusätzlichen Aufgaben- und Automatisierungsfunktionen verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Produkt und den eingerichteten Verbindungen ab.

Gemeinsamer Teamkontext

Für die Zusammenarbeit muss das Team Änderungen nachvollziehen können. Prüfen Sie, ob Aufgaben, Kommentare, Entscheidungen und Fortschritte im gemeinsamen Arbeitsbereich verfügbar sind.

Wenn ein AI Teammate eine Aufgabe bearbeitet oder einen Status aktualisiert, sollten die zuständigen Personen erkennen können, was sich geändert hat.

Nachvollziehbare KI-Aktionen

Wählen Sie ein Tool, bei dem sichtbar ist, welche Aktionen die KI ausgeführt und welche Inhalte sie verändert hat. Ebenso wichtig sind klare Berechtigungen und die Möglichkeit, Ergebnisse zur Prüfung vorzulegen.

Das erleichtert den Einsatz in Abläufen mit finanziellen, rechtlichen oder kundenbezogenen Auswirkungen.

Einen Überblick über mögliche Plattformen bietet unser Vergleich der besten Aufgabenmanagement-Softwarelösungen. Unsere Zeitmanagement-Tipps helfen Ihnen außerdem dabei, die gewonnene Zeit sinnvoll einzuplanen.

Häufig gestellte Fragen zu KI im Arbeitsalltag

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